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Zahnfüllungsmaterialien Amalgame & Alternativen

 

Über diese Veröffentlichung Zahnfüllungsmaterialien

  1. Quellenmaterial für diese Veröffentlichung
  2. Die Wissenschaftlichen Ausschüsse der Europäischen Kommission
  3. Hintergrund der Gutachten des SCENIHRs und des SCHERs zu Zahnfüllungsmaterialien
  4. Spezifische Fragen der Europäischen Kommission an den SCENIHR und den SCHER

1. Quellenmaterial für diese Veröffentlichung

Die auf Stufe 3 zitierten Texte stammen direkt aus folgenden Quellen:

Die englische Fassung der Texte auf Stufen 1 und 2 wurde von Dr. Marisa Fernandez, in Zusammenarbeit mit dem GreenFacts Redaktionsteam und dem Generaldirektorat Gesundheit und Verbraucher der Europäischen Union, geschrieben.

Diese Veröffentlichung wurde von GreenFacts im Rahmen eines Vertrages mit dem Generaldirektorat Gesundheit und Verbraucher der Europäischen Union verfasst.

2. Die Wissenschaftlichen Ausschüsse der Europäischen Kommission

Die Wissenschaftlichen Ausschüsse „Neu auftretende und neu identifizierte Gesundheitsrisiken“ (SCENIHR) und „Gesundheit und Umweltrisiken“ (SCHER) der Europäischen Kommission sind zwei der drei unabhängigen, wissenschaftlichen Ausschüsse, welche die Europäische Kommission in Sachen Verbraucherschutz, öffentliche Gesundheit und Umwelt (mit Ausnahme von Nahrungsmitteln) beraten.

Die Ausschüsse arbeiten auf der Grundlage der Unabhängigkeits-, Transparenz- und Vertraulichkeitsprinzipien. Die Mitglieder erklären deshalb ihre Bereitschaft, im öffentlichen Interesse zu handeln und legen ihre persönliche Interessenlage offen. Anfragen um Stellungnahmen, Tagesordnungen und Protokolle werden veröffentlicht, wobei auf die Wahrung von Handels- und Wirtschaftsgeheimnissen geachtet wird.

Der Wissenschaftliche Ausschuss "Neu auftretende und neu identifizierte Gesundheitsrisiken" (SCENIHR)

Der Ausschuss wurde 2004 ins Leben gerufen, um der Europäischen Kommission wissenschaftlichen Rat zu neu auftretenden und neu identifizierten Gesundheitsrisiken zu erteilen. Er ersetzte den Wissenschaftlichen Ausschuss „Arzneimittel und Medizinprodukte“ (SCMPMD).

SCENIHR befasst sich mit weitgefassten, komplexen oder interdisziplinären Sachverhalten, die einer umfassenden Risikobewertung in Bezug auf Verbraucherschutz oder öffentliche Gesundheit bedürfen. Der Ausschuss beantwortet auch sachbezogene Fragen, die nicht durch andere mit der Risikobewertung betrauten Organe der EU abgedeckt werden.

Der Ausschuss befasst sich mit der Bewertung möglicher Risiken wie beispielsweise Resistenzen gegen antimikrobielle Wirkstoffe, neue Technologien wie Nanotechnologien, medizinische Geräte, Tissue-Engineering, Blutprodukte, Fertilitätsreduktion, Krebs endokriner Organe, Lärm und elektromagnetische Felder.

Für weitere Informationen auf Englisch über den SCHER siehe:
http://ec.europa.eu/health/ph_risk/committees/04_scenihr/04_scenihr_de.htm 

Der Wissenschaftliche Ausschuss Gesundheit und Umweltrisiken der Europäischen Kommission (SCHER)

Der Ausschuss wurde 2004 ins Leben gerufen, um der Europäischen Kommission wissenschaftlichen Rat zu gesundheitlichen und umweltspezifischen Risiken zu erteilen. Er ersetzte den Wissenschaftlichen Ausschuss für Toxizität, Ökotoxizität und Umwelt (CSTEE).

Der SCHER befasst sich mit Fragen der Toxizität und Ökotoxizität von Chemikalien, biochemischen Stoffen und biologischen Verbindungen, die schädliche Gesundheits- oder Umweltauswirkungen haben können.

Im Einzelnen befasst sich der Ausschuss mit Fragen zu neuen oder existierenden Chemikalien, der Einschränkung und Vermarktung gefährlicher Stoffe, sowie den Themen Biozide, Abfälle, Umweltschadstoffe, Kunststoffe und sonstige Materialien für Wasserrohre (z. B. neue organische Substanzen), Trinkwasser sowie Qualität der Innenraum- und Umgebungsluft. Er befasst sich außerdem mit der Aussetzung des Menschen gegenüber Chemikaliengemischen, mit der Allergisierung und mit der Identifizierung von endokrin aktiven Stoffen.

Für weitere Informationen auf Englisch über den SCHER siehe:
http://ec.europa.eu/health/ph_risk/committees/04_scher/04_scher_en.htm 

3. Hintergrund der Gutachten des SCENIHRs und des SCHERs zu Zahnfüllungsmaterialien

Das Gutachten des SCENIHR "The safety of dental amalgam and alternative dental restoration materials for patients and users" und das Gutachten des SCHER "The environmental risks and indirect health effects of mercury in dental amalgam" wurden nach einer öffentlichen Konsultation am 8. Mai 2008 herausgegeben.

Der SCENIHR und der SCHER hatten auf der Basis einer vorläufigen Stellungnahme eine öffentliche Konsultation durchgeführt. An der Thematik interessierte Personen oder Gruppen reichten bis zum 22. Februar 2008 eine Reihe von Kommentaren und wissenschaftlich relevanten Informationen ein.

Beide Gutachten wurden unter Berücksichtigung dieser Beiträge fertiggestellt.

4. Spezifische Fragen der Europäischen Kommission an den SCENIHR und den SCHER

In seinem Gutachten "The safety of dental amalgam and alternative dental restoration materials for patients and users" sollte der der Wissenschaftliche Ausschuss "Neu auftretende und neu identifizierte Gesundheitsrisiken“ (SCENIHR) folgende Fragen beantworten:

  1. Liefern wissenschaftliche Erkenntnisse Nachweise eines Zusammenhangs zwischen Amalgamund allergischen Reaktionen, neurologischen Störungen oder anderen Gesundheitsproblemen?
  2. In Anbetracht dessen, ist die Verwendung von Zahnamalgam für Patienten und Anwender, z.B. zahnärztliches Personal, sicher? Laufen gewisse Bevölkerungsgruppen ein erhöhtes Risiko, z. B. schwangere Frauen oder Kinder?
  3. Liefern wissenschaftliche Erkenntnisse Nachweise eines Zusammenhangs zwischen alternativen Zahnfüllungsmaterialien und allergischen Reaktionen, neurologischen Störungen oder anderen Gesundheitsproblemen?
  4. In Anbetracht dessen ist die Verwendung von Zahnfüllungen aus alternativen Materialien für Patienten und zahnärztliches Personal sicher? Laufen gewisse Bevölkerungsgruppen ein erhöhtes Risiko, z. B. schwangere Frauen oder Kinder?
  5. In Anbetracht der spezifischen Eigenschaften von Zahnamalgam und alternativen Materialien, die für Zahnfüllungen verwendet werden, gewähren Zahnamalgam und Alternativen gleichermaβen die Gesundheit der Zähne?

In seinem Gutachten "The environmental risks and indirect health effects of mercury in dental amalgam", sollte der der Wissenschaftliche Ausschuss „Gesundheit und Umweltrisiken“ (SCHER) – so weit wie möglich – folgende Fragen anzugehen:

  1. Stellt Quecksilber, das durch die Verwendung von Zahnamalgam freigesetzt wird, ein Risiko für die Umwelt dar? Das Schicksal von Quecksilber, das durch Zahnarztpraxen freigesetzt wird, sowie das Schicksal von Quecksilber, das von Zahnamalgamfüllungen, die Patienten eingesetzt wurden, in Luft, Wasser und Boden gelangen, sollten berücksichtigt werden.
  2. Ist es wissenschaftlich berechtigt die Schlussfolgerung zu ziehen, dass Zahnamalgam aufgrund der Freisetzung von Quecksilber in die Umwelt ernsthafte Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit haben könnte?
  3. Vergleich der Umweltrisiken der Verwendung von Zahnamalgam mit Quecksilber und von alternativen Füllungsmaterialien ohne Quecksilber.
  4. Falls der Ausschuss im Rahmen seiner Arbeit findet, dass für eine oder mehrere der Fragen zusätzliche Informationen benötigt werden, so wird der Ausschuss gebeten eine detaillierte Liste der Informationen, die benötigt werden, zu erstellen.

Lesen Sie hier die Zusammenfassung…


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