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Qualität der Innenraumluft

 

Über diese Veröffentlichung zur Qualität der Innenraumluft

  1. Quellenmaterial für diese Veröffentlichung
  2. Der Wissenschaftliche Ausschuss „Gesundheit und Umweltrisiken der Europäischen Kommission“ (SCHER)
  3. Hintergrund der Stellungnahme des SCHERs
  4. Spezifische Fragen der Europäischen Kommission an den SCHER

1. Quellenmaterial für diese Veröffentlichung

Die auf Stufe 3 zitierten Texte stammen direkt aus der Stellungnahme
" Risk assessment on indoor air quality" (Risikoeinschätzung der Qualität von Innenraumluft)des Wissenschaftlichen Ausschusses Gesundheit und Umweltrisiken der Europäischen Kommission(SCHER) von 2007.

Die englische Fassung der Texte auf Stufen 1 und 2 wurde von Dr. Marisa Fernandez, in Zusammenarbeit mit dem GreenFacts Redaktionsteam und dem Generaldirektorat Gesundheit und Verbraucher der Europäischen Union, geschrieben.

Diese Veröffentlichung wurde von GreenFacts im Rahmen eines Vertrages mit dem Generaldirektorat Gesundheit und Verbraucher der Europäischen Union verfasst.

2. Der Wissenschaftliche Ausschuss „Gesundheit und Umweltrisiken der Europäischen Kommission“ (SCHER)

Der Wissenschaftliche Ausschuss Gesundheit und Umweltrisiken der Europäischen Kommission ist einer der drei unabhängigen, wissenschaftlichen Ausschüsse, welche die Europäische Kommission in Sachen Verbraucherschutz, öffentliche Gesundheit und Umwelt (mit Ausnahme von Nahrungsmitteln) beraten.

Der Ausschuss wurde 2004 ins Leben gerufen, um der Europäischen Kommission wissenschaftlichen Rat zu gesundheitlichen und umweltspezifischen Risiken zu erteilen. Er ersetzte den Wissenschaftlichen Ausschuss für Toxizität, Ökotoxizität und Umwelt (CSTEE).

Der SCHER befasst sich mit Fragen der Toxizität und Ökotoxizität von Chemikalien, biochemischen Stoffen und biologischen Verbindungen, die schädliche Gesundheits- oder Umweltauswirkungen haben können.

Im Einzelnen befasst sich der Ausschuss mit Fragen zu neuen oder existierenden Chemikalien, der Einschränkung und Vermarktung gefährlicher Stoffe, Bioziden, Abfällen, Umweltschadstoffen, Kunststoffen und anderen Materialien für Wasserleitungen (z. B. neue organische Substanzen), Trinkwasser, sowie Qualität der Innenraum- und Umgebungsluft. Er befasst sich außerdem mit der Belastung des Menschen durch Chemikaliengemische sowie mit der Allergisierung und mit der Identifizierung von endokrin wirksamen Stoffen.

Der SCHER arbeitet auf der Grundlage der Unabhängigkeits-, Transparenz- und Vertraulichkeitsprinzipien. Die Mitglieder des SCHERs erklären deshalb ihre Bereitschaft, im öffentlichen Interesse zu handeln und legen ihre persönliche Interessenlage offen. Anfragen um Stellungnahmen, Tagesordnungen und Protokolle werden veröffentlicht, wobei auf die Wahrung von Handels-und Wirtschaftsgeheimnissen geachtet wird.

Weitere Informationen auf Englisch über den SCHER:
http://ec.europa.eu/health/ph_risk/committees/04_scher/04_scher_en.htm 

3. Hintergrund der Stellungnahme des SCHERs

Die Stellungnahme " Risk assessment on indoor air quality" (“Risikoeinschätzung der Qualität von Innenraumluft“) wurde vom Wissenschaftlichen Ausschuss „Gesundheit und Umweltrisiken“ der Europäischen Kommission (SCHER) nach einer öffentlichen Konsultation am 29. Mai 2007 veröffentlicht.

Der SCHER hat am 3. April 2007 auf der Basis einer vorläufigen Stellungnahme eine öffentliche Konsultation durchgeführt. An der Thematik interessierte Personen oder Gruppen reichten eine Reihe von Kommentaren und wissenschaftlich relevanten Informationen ein. Der Entwurf für die Stellungnahme wurde unter Berücksichtigung dieser Beiträge fertig gestellt.

Der SCHER betont, dass die Stellungnahme lediglich Grundsätze der Risikobeurteilung behandelt, die für Innenräume empfohlen werden. Sie geht nicht auf das Risikomanagement, d.h. praktische Mittel, mit denen negative Auswirkungen auf die Gesundheit vermindert/vermieden werden können, ein.

4. Spezifische Fragen der Europäischen Kommission an den SCHER

Um eine Grundlage für die Beurteilung der Gesundheitsrisiken, die durch die Qualität der Innenraumluft hervorgerufen werden, zu bieten und um eine solide wissenschaftliche Basis für die Entwicklung und Durchführung von politischen Entscheidungen zu schaffen, wurde der SCHER in der Stellungnahme " Risk assessment on indoor air quality" (“Risikoeinschätzung der Qualität von Innenraumluft“) zu folgendem gebeten:

  1. Eine Risikobewertungsstrategie auszuarbeiten, die die politischen Entscheidungsprozesse bzgl. der Qualität der Innenraumluft unterstützt. Der Ausschuss wird gebeten, insbesondere anfälligere Bevölkerungsgruppen wie Kinder, schwangere Frauen und ältere Menschen zu berücksichtigen. Der Ausschuss sollte ebenfalls die Machbarkeit von Risikobewertungen, die das Risiko kombinierter Belastungen und die kumulierte Wirkung einzelner Luftschadstoffe einschließen, überprüfen.
  2. Festzustellen ob die heutige Informationslage angemessen ist- und welche Daten notwendig sind, um eventuelle Lücken zu schließen, beispielsweise hinsichtlich der Verhältnisse zwischen Belastung und Reaktion, sowie Dosis und Wirkung, der existierenden Messstandards und der Wissenslücken, die durch künftige Forschung und Überwachung gefüllt werden können.
  3. Risiken bei der Verwendung von Lufterfrischern zu berücksichtigen: der SCHER hat hierzu eine separate Stellungnahme erarbeitet (SCHER 2006).
  4. Potentielle Risiken in folgenden Bereichen zu identifizieren:

    • Spezifische chemische Verbindungen unter Berücksichtigung des kürzlich herausgegebenen INDEX Berichts, vorbereitet durch die DG JRC
    • Im Haushalt verwendete Chemikalien und andere Produkte (z.B. Dekorationsstoffe, Putzmittel, Einrichtungsgegenstände usw.)
    • Gebäudefeuchtigkeit und Keimbildung (Schimmel, Bakterien).

Lesen Sie hier die Zusammenfassung...


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